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Pflegehotel oder: Warum nachts manchmal Kuchen hilft
Pflegehotel. Schon das Wort klingt, als hätten zwei völlig unterschiedliche Welten aus Versehen denselben Fahrstuhl genommen. Pflege klingt nach Klingelknopf, Nachttisch, Wundversorgung, viel zu frühem Wachsein und dieser besonderen Mischung aus Angst, Kaffee und Kontrollverlust. Hotel klingt nach Bademantel, Frühstück, frischer Bettwäsche, Minibar und dem leisen Verdacht, dass irgendwo jemand ein Croissant auf einem Teller ausrichtet. Also was soll das bitte sein? Ein Ort, an dem man nachts gewendet wird und morgens das Kopfkissen gefaltet bekommt? Mit genau dieser Mischung aus Neugier, Skepsis und Restironie kam ich dort an. Ich wollte eigentlich nur herausfinden, ob ich es aushalte. Ob es praktisch funktioniert. Ob ich versorgt bin, ohne mich gleich wie…
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Avocado vorne, Bratwurst hinten
Avocado vorne, Bratwurst hinten Ich kenne da jemanden… Nach außen gibt er den Musterknaben. Avocado am Morgen, Avocado am Abend, dazwischen ein zuckerfreier Snack. Fettarm, low carb, laktosefrei – und auf gar keinen Fall irgendetwas, das Freude macht. Die Holde an seiner Seite passt auf wie ein Wachhund. Mit Argusaugen verfolgt sie jeden Bissen, korrigiert jedes Essverhalten und erklärt mit missionarischem Ernst, was gesund ist und was nicht. Ihr erklärtes Ziel: ihn von allem fernzuhalten, was angeblich dick macht. Dass er gar nicht die Veranlagung hat zuzunehmen, spielt dabei keine Rolle. Regeln sind Regeln – und Genuss ist Verdacht. Besonders köstlich wird es, wenn Gäste kommen. Geburtstag zum Beispiel. Dann…
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Bleiben. Weil das Leben noch wartet.
Ich stand an der Grenze zwischen Bleiben und Gehen. Keine Engel, kein Licht – nur Stille. Heute weiß ich: Ich habe mich entschieden. Für das Leben.