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Pflegehotel oder: Warum nachts manchmal Kuchen hilft
Pflegehotel. Schon das Wort klingt, als hätten zwei völlig unterschiedliche Welten aus Versehen denselben Fahrstuhl genommen. Pflege klingt nach Klingelknopf, Nachttisch, Wundversorgung, viel zu frühem Wachsein und dieser besonderen Mischung aus Angst, Kaffee und Kontrollverlust. Hotel klingt nach Bademantel, Frühstück, frischer Bettwäsche, Minibar und dem leisen Verdacht, dass irgendwo jemand ein Croissant auf einem Teller ausrichtet. Also was soll das bitte sein? Ein Ort, an dem man nachts gewendet wird und morgens das Kopfkissen gefaltet bekommt? Mit genau dieser Mischung aus Neugier, Skepsis und Restironie kam ich dort an. Ich wollte eigentlich nur herausfinden, ob ich es aushalte. Ob es praktisch funktioniert. Ob ich versorgt bin, ohne mich gleich wie…
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Ein Blog zieht um und nimmt seine Gedanken mit
Manchmal merkt man erst beim Umziehen, wie viel an einem Ort hängt. Nicht nur Möbel, Kartons und vergessene Kabel, sondern auch Gedanken, Entwürfe, angefangene Sätze und diese kleinen digitalen Ecken, in denen man irgendwann einmal etwas abgelegt hat. Mein Blog zwischenmenschlichgedacht ist nun umgezogen. Nicht laut, nicht dramatisch, nicht mit kaputten Kisten und verschwundenen Schrauben. Eher erstaunlich leise. Fast schon verdächtig problemlos. Innerhalb einer knappen Stunde war alles erledigt, inklusive Domaintransfer. Wer schon einmal mit Webseiten, Hostingpaketen, WordPress und technischen Kleinigkeiten zu tun hatte, weiß: Das ist ungefähr so, als würde ein Heizkessel freiwillig eine Bedienungsanleitung lesen. Aber manchmal läuft eben auch etwas einfach glatt. Der Umzug war für mich…
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Kontakt ist keine Einbahnstraße
Manchmal merkt man erst, wie einseitig Nähe ist, wenn man aufhört, sie zu halten. Ein stiller Text über Funkstille, Erwartungen – und den Moment, in dem man sagt: „Rutsch mir den Buckel runter.“
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Avocado vorne, Bratwurst hinten
Avocado vorne, Bratwurst hinten Ich kenne da jemanden… Nach außen gibt er den Musterknaben. Avocado am Morgen, Avocado am Abend, dazwischen ein zuckerfreier Snack. Fettarm, low carb, laktosefrei – und auf gar keinen Fall irgendetwas, das Freude macht. Die Holde an seiner Seite passt auf wie ein Wachhund. Mit Argusaugen verfolgt sie jeden Bissen, korrigiert jedes Essverhalten und erklärt mit missionarischem Ernst, was gesund ist und was nicht. Ihr erklärtes Ziel: ihn von allem fernzuhalten, was angeblich dick macht. Dass er gar nicht die Veranlagung hat zuzunehmen, spielt dabei keine Rolle. Regeln sind Regeln – und Genuss ist Verdacht. Besonders köstlich wird es, wenn Gäste kommen. Geburtstag zum Beispiel. Dann…
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Aufhören, die Schuld in der Vergangenheit zu suchen
Wir alle haben Erfahrungen, die wehgetan haben: eine schwere Kindheit, ein Hund, der uns als Kind erschreckt hat, ein Partner, der uns verlassen hat. Solche Erlebnisse prägen uns – manchmal tief und dauerhaft. Aber sie sind keine Freifahrtscheine für das Jetzt. Wer immer nur sagt „Ich bin so, weil…“, bleibt stecken. Irgendwann braucht es den Schritt raus aus der Opferrolle hinein in die Verantwortung. Nicht die Vergangenheit bestimmt unser Heute, sondern was wir daraus machen. Die bequeme Decke der Ausreden Es ist erstaunlich, wie geschickt wir Menschen uns Ausreden basteln. „Ich bin unfreundlich, weil meine Mutter mich an meinem zweiten Geburtstag komisch angesehen hat.“ – „Ich lasse niemanden nah an…
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Trennung und Scheidung – Ein ehrlicher Blick auf ein schwieriges Thema
Es gibt Themen, bei denen jeder leise wird. Trennung und Scheidung gehören dazu. Nicht, weil wir sie nicht kennen, sondern weil sie uns tief berühren. Weil sie Fragen stellen, auf die niemand gerne antwortet: Was ist geblieben von unserer Liebe? Wann haben wir uns verloren? Hätte ich etwas ändern können? Und vor allem: Wie geht es jetzt weiter? Ich spreche hier nicht über theoretische Konstrukte oder juristische Regelungen. Ich spreche über das, was Trennungen mit Menschen machen. Mit Herz, Stolz, Würde, Alltag. Ich spreche aus Erfahrung. Trennungen sind kleine Tode. Man verabschiedet sich nicht nur von einem Menschen, sondern auch von gemeinsamen Träumen, Plänen, Gewohnheiten, manchmal sogar von Teilen der…
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Vom Auseinanderfallen und Zusammenbleiben
Die Leute schauen oft nur bis vor die Stirn. Sie sehen das, was sie sehen wollen: „Ach, die Zimmermanns – ja diiiiie, denen geht’s doch gut.“ Aber was sie nicht sehen: Was hinter der Stirn passiert. Was hinter verschlossenen Türen verhandelt, verflucht, verziehen wird. Und wie viel Mut es braucht, nicht zu gehen, wenn alles in einem danach schreit. Verletzt. Und trotzdem wir. Es gab einen Moment, der fast alles zerstört hätte. Einen dieser dunklen Punkte, an denen du dasitzt und denkst: Jetzt ist alles kaputt. Vertrauen? Weg. Zukunft? Fraglich. Ehe? Vielleicht vorbei. Und ja, es wäre leicht gewesen. Alles hinzuschmeißen. Scheiß auf die Ehe, scheiß auf die Beziehung, scheiß…
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Demokratie verteidigen – wenn Tyrannei marschiert, braucht es Haltung
Demokratie ist kein Selbstläufer. Man muss sie behandeln wie einen Freund. Und wenn ein Präsident marschieren lässt, muss man Haltung zeigen – mit Herz, mit Mut, mit Widerstand.
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Ich bin nicht schwerhörig – ich sitze nur
Was passiert, wenn Menschen beim Anblick eines Rollstuhls in Aktionismus verfallen? Ein humorvoller Blick auf Türen, Stimmen in Megaphonlautstärke und absurde Alltagsdramen.
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Mission Matschgemüse – und was sie mir einbrachte
Matschige Kräuter, schrumpeliger Kohlrabi und Kaffee im Kühlregal – klingt wie ein Albtraum? Für mich: 10 Euro wert. Willkommen bei Mission Matschgemüse! 😤💶